ME AND MY ASSHOLE – Shiver with Disgust CD

mamaDas Wiesbadener Punkrock-Urgestein ist zurück mit ihrer neuen, dritten Platte, die gleichzeitig das Abschiedsalbum für Bassist Olli ist, der die Band vor einiger Zeit verlassen hat. Im Frieden übrigens.

mamaRein optisch ist “Shiver with Disgust” schon einmal das beste Album der Wiesbadener. Endlich wurde jemand an die Covergestaltung herangelassen, der davon auch Ahnung hat. Auch der erste Song, weiß zu gefallen. “Hippie Girl” ist ein straighter Punkrocksong, der mächtig Geschwindigkeit bolzt und trotzdem mit Melodie und der nötigen Portion Dreck aufwarten kann. Ich fühle mich ein wenig an ADZ erinnert. Kennt die noch wer?

“Don’t fuck me” ist dann hardcorelastiger und erinnert vor allem im Refrain an die unlängst dahin geschiedenen Smoke Blow. Mit “Hard Times” und “Ooops I did it again” kommen dann zwei weitere gute, wenn auch unscheinbare Punkrocksongs. Der “Popsong” macht seinem Namen alle Ehre und gefällt vielleicht deshalb bis jetzt am besten.

Ab dem 6. Song auf dem Album lassen M.A.M.A. dann neben Punkrock leider ihrer zweiten Leidenschaft vermehrt Lauf: Grunzigen, leicht metallischen Hardcore.  So geht bis zum 9. Lied. Der zehnte Song, “Better of Dead” (schreibt man of in dem Fall nicht mit zwei “f”?) versucht sich dann vor allem durch den Gesang den Lemmy-Kilmister-Gedächtnis zu sichern. Ich denke zumindest die Endausscheidung sollte drin sein. “Weather”, das danach folgt, ist dann leider wirklich schlimm. Wieder Grunzen und Kreischen. Und Metalgitarre.

Doch das Beste kommt am Schluss. So auch hier: “Cast me” ist dieses Mal der einzige Song in deutsch gesungen und ein sarkastischer Tiefschlag gegen Dieter Bohlen, DSDS und dem Castingwahn überhaupt. Schade, dass es davon nicht mehr gibt auf dem Album.

Überhaupt verstehe ich nicht, warum die Jungs so wenig in Deutsch singen. Gerade die deutschen Songs von M.A.M.A. waren bisher die besten Lieder der Band. Insgesamt ein abwechslungsreiches Album, das neben vielen Höhen leider auch etliche Tiefen enthält. Mein Tipp: Lasst das mit dem Gegrunze und konzentriert euch auf Punkrock. Das könnt ihr am besten!

Das Album ist bei der Band erhältlich.

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Written by Falk Fatal

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