BOUNCING SOULS – Comet CD/LP

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Einer der dienstältesten US-amerikanischen Skatepunkbands meldet sich mit einem neuen Album zurück. Und das gefällt sogar einem Skatepunkmuffel wie mir.

Obwohl die Bouncing Souls schon eine Ewigkeit alt sind und von vielen Menschen abgefeiert werden, habe ich von der Band nie wirklich was mitbekommen. Ich kenne nur eine Handvoll Songs von irgendwelchen Samplern, aber hängen geblieben ist kein einziges davon. Ob ich sie mal live gesehen habe, weiß ich gar nicht. Sie waren jedenfalls öfter mal in der Gegend. Gut möglich, dass ich auch da war. Aber wenn, dann war ich wahrscheinlich die ganze Zeit vor dem Laden und habe geraucht. Den Grund dafür kann ich nicht benennen. Wahrscheinlich habe ich die Band immer als langweilige Melodycoreband abgetan. Gute Voraussetzungen also, um das neue, das neunte Album der Bouncing Souls zu besprechen.

 

Doch nachdem ich mir das Album ein paar Mal angehört habe, wird mir klar, warum so viele Leute die Band gut finden. Denn was die Bouncing Souls auf “Comet” abliefern ist alles, aber nicht langweilig. Klar, der typische Skatepunk der Westküste ist das Grundgerüst der Songs, doch im Gegensatz zu den meist langweiligen Vertretern des Genres wissen die Bouncing Souls ihren Sound zu variieren und bouncingsouls_coverlassen den Fuß nicht permanent auf dem Gas, sondern lassen es auch mal entspannt rollen, wie etwa beim Titelsong. Eine treibende Midtempo-Nummer, die auch Social Distortion gut zu Gesicht stehen würde. Ein perfektes Lied, um bei strahlend blauen Himmel durch die Gegend zu cruisen. Ich spüre beim Hören praktisch den Fahrtwind. Oder “Fast Times”, ein hymnischer Punksong, der mich ein wenig an Rancid erinnert. Klar, ein paar schwächere Lieder, die mich nicht wirklich jucken, gibt es auch zu hören. Ein wenig mehr Rotz hätte dem Album ebenfalls gut getan, doch unterm Strich ist das ein gelungenes Album, das mich meine Meinung zu den Bouncing Souls revidieren lässt. Und beim nächsten Konzert werde ich nicht nur vor der Tür stehen und rauchen. Versprochen.

Erschienen bei Rise Records / Chunksaah Records

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Written by Falk Fatal

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