THE SHANES – Road Warrior CD

Bild: The Shanes

The Shanes aus Trier melden sich mit einem stimmigen Folkpunk-Album zurück, das Liebhaber des Genres begeistern dürfte.

Musik ist international. Sie kennt keine Grenzen und wird überall verstanden. Blues oder Irishfolk mögen zwar nicht aus Deutschland kommen und aus speziellen historischen Gegebenheiten in ihren Ursprungsländern entstanden sein, sie berühren aber auch Menschen, die mit ganz anderen musikalischen Traditionen aufgewachsen sind. Aus welchen Gründen auch immer. Kein Wunder also, das Blues oder Irishfolk auch von deutschen Bands oder Künstlern gespielt wird. Vielleicht liegt es auch damit zusammen, dass es schwer ist, sich zu „deutschem Folk“ zu bekennen. Der firmier hierzulande als Volksmusik und besteht aus Trachten und heiler Welt. Nichts, mit dem man als Mensch mit Geschmack in Verbindung gebracht werden will.

Zu diesen zähle ich auch The Shanes aus dem beschaulichen Trier, die seit mehr als 20 Jahren Folk in unterschiedlichsten Ausprägungen spielen. Ihr neues Album „Road Warrior“ ist vom instrumentalen Opener „Blood on the Banjo“ bis zum letzten Lied „The River“ ein Parforceritt von Americana über Country und Irishfolk bis zu Balkan-Polka und zurück. Es spricht für die musikalische Qualität des Septetts, dass sie diesen Ritt mühelos meistern – ganz egal, ob die Songs langsame Balladen sind oder mit irrsinnig hoher Geschwindigkeit durch die Boxen rauschen. Das Resultat weiß zu gefallen. Selbst die Transformation des Hüsker Dü-Klassikers „Girl who lives on the heaven hill“ vom Postpunk-Song zur geisterhaften Countrynummer gelingt beeindruckend.

„Road Warrior“ ist ein in sich stimmiges, rundes Album, das jeden Folk- und Folkpunk-Liebhaber begeistern dürfte. Klasse Scheibe!

„Road Warrior“ ist bei sumorex erschienen

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Written by Falk Fatal

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