AKROX #7

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Die siebte Ausgabe des Akrox macht vieles richtig, kaum etwas falsch und ergibt in der Summe ein richtig gutes Fanzine!

Sieben Ausgaben in zehn Jahren – das nenne ich mal eine prima Erscheinungsfrequenz. Damit ist ElMicha fast so langsam wie ich, hehe.  Ähnlich wie bei mir, ist die Nummer 7 also eine Jubiläumsausgabe des Akrox. Herzlichen Glückwunsch! Auf die hoffentlich nächsten zehn Jahre! Angesichts des Jubiläums, verwundert es nicht, dass Micha die vergangenen sechs Ausgaben des Akrox selbstkritisch Revue passieren lässt. Ähnlich verfährt er mit dem Bericht über seine alte Band Fuzzbeer, die zwar über 200 Konzerte gespielt hat, die mir bis zur Lektüre der Bandhistory gänzlich unbekannt war. Ich habe den Bericht trotzdem mit Freude gelesen. Vieles, was Micha beschreibt, besonders aus den Anfangstagen der Band, erinnert mich an meinen eigenen musikalischen Werdegang mit meiner ersten Band, den Becks Street Boys. Dorfpunkgeschichten ähneln sich halt, was sie aber nicht schlechter macht.

akrox-7-coverDritter Schwerpunkt der Ausgabe ist ein längerer Artikel über die Frommestraße in Lüneburg sowie ein Interview mit einem langjährigen Bewohner. Wenn ich das richtig verstanden habe, handelt es sich bei der Frommestraße um eine Reihe von Häusern in Lüneburg in denen zum Teil Hausprojekte aktiv waren und die zum Teil besetzt waren. Ganz dahinter gekommen bin ich nicht, leider fehlt eine kurze Erklärung, um was es sich bei der Frommestraße genau handelt. Ich bin sicher, für Menschen die im Norden leben, ist das selbsterklärend. Für Menschen wie mich, die sich mehr im südlichen Teil Deutschlands herumtreiben leider nicht. Egal, das mindert den Lesespaß in keinster Weise, wobei Spaß hier der falsche Ausdruck ist, denn leider wird es mit der Frommestraße zuende gehen bzw. ist es schon. Die Geschichte dahinter ist schnell erzählt. Investor kauft Häuser, wirft die Bewohner heraus, um alles Luxus zu sanieren und anschließend mit viel Reibach zu verkaufen.

Außerdem gibt es noch Interviews mit Thommy von Skankshot, Goodbye Jersey und Uga Uga Tapes sowie mit Ulf von Rantanplan und Goodbye Jersey. Die Bands kannte ich bisher nicht oder sie interssierten mich nicht, beide Gespräche sind aber so gut und interessant geführt, dass ich beide gerne gelesen habe. Well done. Dazu gibt es noch persönliche Gedanken zu Violent Dancing, die ich teilen kann, sowie über den weitverbreiteten Alkoholkonsum in der Szene. Gut gelacht habe ich beim Punk in der Antartkis-Bericht. Nicht gepackt habe ich den Konzertbericht in Plattdütsch. Ich habe da nix verstanden. Dazu noch ein paar Reviews und zwei, drei kleinere Artikel und fertig ist eine gute, unterhaltsame Jubiläumsausgabe, die ich sehr gerne gelesen habe. Ich hoffe Micha beschleunigt seinen Veröffentlichungsrhthymus wieder etwas und das nächste Akrox lässt nicht wieder zwei Jahre auf sich warten.

Das Akrox #7 kostet 1,-Euro und kann auf der Homepage des Zines bestellt werden

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Written by Falk Fatal

2 Comments

Akrox Fanzine #7 | Akrox Fanzine

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