SO WAR FOLKLORE 2013

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Folklore 2013 – schön war’s. So schlicht und knapp lässt sich das vergangene Wochenende zusammenfassen. Denn im Gegensatz zu den Folklore-Festivals der vergangenen eins, zwei, Jahre gab es dieses Mal etliche Bands, die auch Freunden gepflegter Punkmusik gefallen dürften.

Freitags waren das Turbostaat sowie Disco Oslo und für alle, die ein bisschen offener in ihrem Geschmack sind, gab es unter anderem mit Tocotronic und Frittenbude weitere interessante Bands zu bestaunen. Turbostaat ersparten wir uns genauso wie Tocotronic und Frittenbude. Wir erkundeten lieber das Gelände und machten Stopps an den überfüllten Bierständen. Dabei kam es immer wieder zu lustigen Begebenheiten, da ich den fantastischen Jungs von Prinzessin Halt’s Maul an diesem Wochenende unser Wohnzimmer als Schlafgemach zur Verfügung gestellt hatte, waren diese schon freitags da. Und zumindest an diesem Wochenende hätte Sänger Measy jeden Frittenbude-Sänger-Lookalike-Contest für sich entschieden. Immer wieder wurde er von begeisterten Teenies angesprochen, die ihn für den Sänger von Frittenbude hielten und ein Autogramm von ihm wollten. Nur einer war richtig clever. Er forderte Measy auf etwas zu sagen, was dieser dann aber vermied. Denn bei seinem stark ausgeprägtem saarländischen Idiom wäre der Schwindel schnell aufgeflogen, hehe. Einzige Band, die wir uns wirklich anschauten waren Disco Oslo und die haben live echt gut Stimmung gemacht. Ihre Platte finde ich so naja, aber live sind sie wirklich ein Brett. Nach ein paar Absackerbier ging es zeitig ins Bett.

Der Samstag dann stand mit seinem Programm an der Kulturpalast-/Kreativfabrik-Bühne voll im Zeichen des Punkrocks. Während auf den großen Festival-Bühnen so Bands wie Jennifer Rostock (dank Kotzreiz-Drummer immerhin mit einem Mini-, Mini-Punkrockfaktor), Laing oder Großstadtgeflüster den Mainstreamgeschmack der meist jugendlichen Besucher traf, lärmten mit Prinzessin Halt’s Maul, Conmoto und Feine Sahne Fischfilet drei der besten Bands, die Punk- und Hardcore hierzulande derzeit zu bieten hat. Das zeigten alle drei Bands dann auch bei ihren Auftritten. Rechtzeitig bevor Prinzessin Halt’s Maul die Bühne betraten, hörte auch der Regen und es konnte losgehen. Prinzessin Halt’s Maul sind eine echte Mehrgenerationenband, denn sie begeisterten nicht nur jung und junggeblieben, sondern auch richtig alt (siehe Bilder). Conmoto überzeugten ebenfalls auf voller Linie. Feine Sahne Fischfilet schafften es dann, die ohnehin gute Stimmung vor der Bühne nochmals zu steigern und legten einen fabelhaften Auftritt hin. Insgesamt ein toller Abend. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht das letzte Folklore-Festival in Wiesbaden gewesen ist. Es wäre schade drum.

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Written by Falk Fatal

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