PUNKROCK #17

punkrock

Das neue Punkrock ist schon ein Weilchen am Bahnhofskiosk erhältlich. Wer es noch nicht hat, sollte sich schleunigst die aktuelle Ausgabe zulegen. Es gibt wieder etliche Highlights zu entdecken!

Lieber Bocky, ich weiß ja nicht, wie Du darauf kommst, dass ich dich kontrovers beäugt hätte. Wenn ich einen im Tee habe, dann schaue ich schon einmal komisch durch die Gegend. Aber dass ich dabei kontrovers schauen würde, ist mir neu. Ich werde mich künftig mal im Spiel betrachten, wenn ich betrunken bin, und prüfen, ob mein Blick wirklich kontrovers ist. Spaß beiseite: Ich fand das Punkrock zu A5er-Zeiten meist weit unter seinen Möglichkeiten. Zuviel Stuff auf begrenztem Raum und dadurch meist nur an der Oberfläche kratzend. Das hat sich mit der Umstellung auf A4 geändert und seitdem lese ich das Punkrock wieder gerne. Nehmen wir doch die aktuelle Ausgabe. Die begeistert gleich zu Beginn mit einem 13-seitigen Myanmar-Spezial, das in der Form im alten Format wahrscheinlich nie den nötigen Platz gefunden hätte. Sehr lesenswert, sehr informativ und geschrieben von Leuten, die zum Teil im Land leben oder mit Burmesen befreundet sind und dadurch einen tiefgründigen Blick auf die Szene dort haben. Tolle Sache!

punkrock1Ein weiteres Highlight ist das Interview mit den Stitches, für mich eine meiner absoluten All-Time-Faves. Karsten von den Nazi Dogs geht das genauso. Der kennt die Band persönlich, hat sie in der Vergangenheit auf Touren gefahren und dementsprechend lesenswert und informativ ist dann auch das Interview, das er mit den Stitches führt. Interessant war auch auf jeden Fall das Interview mit den Barb Wire Dolls, die derzeit ja als die Rettung oder Wiederauferstehung von Punk verkauft werden. Dieses Versprechen löst die Band zwar nicht sein, eine gute Platte ist ihr Debütalbum trotzdem und gut zu lesen ist das Interview auch.

Gerne gelesen habe ich auch das Interview mit Rvivr, die vorher gar nicht kannte, und durch das Punkrock kennengelernt und anschließend für gut befunden habe. Die Kolumnen und Vorwörte der Herren Herausgeber und Gastschreiber lese ich auch immer wieder gerne.

Neben diesen Highlights gibt es dann noch Interviews mit Restarts, ZSK, Dritte Wahl, Modern Pets und Templeton Peck, die es nicht unbedingt gebraucht hätte. Restarts sind musikalisch nicht meins, aber immerhin sympathisch. Modern Pets gefallen mir musikalisch zwar deutlich besser, aber über die ist in der vergangenheit so viel geschrieben worden, dass eine gewisse Sättigung eingesetzt hat. Das Engagement von ZSK ist lobenswert, die Band interessiert mich aber nicht. Dritte Wahl und ihr Deutschrock können mir gestohlen bleiben. Und Templeton Peck machen langweilige Musik, haben aber immerhin einen coolen Namen. A-Team rules!

Alles in allem mal eine gelungene Ausgabe auf hohem Niveau, mit der das Punkrock langsam aber sicher als echte Konkurrenz für die großen drei Großen Ox, Plastic Bomb und Trust etabliert.

Punkrock gibt es an jedem Bahnhofszeitschriftenladen oder gleich ein Abo schalten auf www.punkrock-fanzine.de

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Written by Falk Fatal

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