BEATE X OUZO – Frust. Wut. Tristesse 7”

beateouzoWer etwas wichtiges zu sagen hat, macht keine langen Lieder: Beate X Ouzo knüppeln sich auf ihrer ersten 7” “Frust. Wut. Tristesse” durch sechs leidenschaftliche und erstklassige HC-Punk-Songs.

Das Sauerland: eine dünnbesiedelte Mittelgebirgsregion in Westfalen. Alles sehr ländlich und wie in solchen Regionen üblich, eher konservativ. Also der perfekte Ort, um eine hasserfüllte Punkrockband zu gründen. Dass dachten sich wohl auch Stemmen, Haschi, Stefan und Mike, als sie 2007 Beate X Ouzo zunächst als Nebenprojekt gründeten. Nach dem ersten Tape “Aus dem Leben eines Taugenix” (Bukowski-Anspielung ick hör dir trapzen…) folgt nun die erste 7” Frust. Wut. Tristesse 7”. Und die ist der Knaller – sowohl was die Musik als auch die Aufmachung betrifft.

Die sechs Songs sind meist ultrakurz, unter einer Minute, rasend schnell und angepisst. Der HC-Punk von BxO hat seine Wurzeln deutlich im 80er Jahre Hardcore und Trashcore. Wer Bands wie DRI oder Void oder neuere Sachen wie Surf Nazis must Die oder Alarmstufe Gerd mag, wird sicher auch gefallen an Beate X Ouzo (toller Name übrigens!) finden.

Die Stimme von Gitarrist und Sänger Stemmen, der übrigens auch bei Notgemeinschaft Peter Pan Gitarre spielt, klingt meist sehr bissig und manchmal, als würde sie mit einigen Umdrehungen mehr laufen als der Rest der Band. Textlich

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kotzt sich Stemmen gegen die Trostlosigkeit der Provinz und den begrenzetn Horizont deren Bewohner aus, keift gegen Homophobie und Kirche und feiert sich selbst in “SxLxY” als Dorfpunks. Geil!

Klasse Scheibchen der Sauerländer, das zudem in erstklassiger Aufmachung erscheint. Das Cover ist auf Din-A3 ausklappbar und enthält neben allen Texten noch Linernotes sowie einen Downloadcode für einen weiteren Song. Ich bin begeistert. Ihr solltet euch jedoch beeilen, die Single ist auf 300 Stück limitiert und ich könnte mit gut vorstellen, dass die recht schnell über die Ladentheke wandern.

“Frust. Wut. Tristesse” ist bei tasse milch records, RilRec, Sengaja Records und Riot Bike Records erschienen

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Written by Falk Fatal

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