MR. BURNS – flying blind CD/LP

toosyburnsMr. Burns wagen den Blindflug und veröffentlichen mit ihrem vierten Album “Flying Blind” ein ordentliches HC-Punk-Album, dem jedoch der ganz große Glanz fehlt.

Mr. Burns aus Flensburg gibt es auch schon Ewig und drei Tage. Das erste Album “Turn it off” erschien 2002, der Nachfolger “Where is your freedom” wurde 2004 veröffentlicht. Damals versuchte die Band auf der Rock’n’Roll- und Schweinerockwelle mitzuschwimmen, die damals über die Punkrockszene schwappte. Zumindest hatte ich Eindruck, dass Mr. Burns damals Bands wie Turbonegro oder Glucifer nicht abgeneigt waren und versuchten, musikalisch diesen nachzueifern. Die Umsetzung dieses Vorhabens war nicht schlecht. Das die Jungs ihre Instrumente bedienen können, hörte man schon damals. Doch insgesamt war mir das zu langweilig. “Static”, dass dritte und bis dato letzte Album aus dem Jahr 2008, kenne ich nicht. Von daher kann ich nicht sagen, ob sie schon damals die HC-Punk-Keule ausgepackt haben, mit der sie auf ihrem neuen Album “flying blind” wild um sich schlagen.

Aber der Stilwechsel steht ihnen gut. Die zwölf Songs sind schnell, rotzig und angepisst, aber trotzdem melodisch. Die Band sagt von sich selbst, sie mache melodischen HC-Punk mit rauem Gesang, Köter-Attitüde und frei von Trends. Das trifft es eigentlich sehr gut.

Das ist schon ein ganz schönes Brett, das die vier Nordlichter hier präsentieren. Alle Songs bleiben unter der Drei-Minuten-Grenze, viele bleiben sogar unter zwei Minuten. Live knallt das bestimmt ziemlich gut. Doch trotz aller Geschwindigkeit und Räudigkeit fehlt mir hier das gewisse Etwas: Trotz mehrmaligem Hören bleibt kein Lied nachhaltig in Erinnerung. Das ist schade, denn der Rest stimmt hier.

“Flying Blind” ist bei Kidnap Music erschienen

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Written by Falk Fatal

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