REVIEWS: ONE WEEK RECORDS – BRIAN WAHLSTROM & CHRIS CRESSWELL

oneweekJoey Cape von Lagwagon hat ein neues Onlinelabel gegründet. Seine ersten beiden Veröffentlichungen: Akustikalben von Chris Cresswell und Brian Wahlstrom.

Joey Cape, Frontmann von Lagwagon hat ein Onlinelabel gegründet: One Week Records. Alle Veröffentlichungen des Labels wird es nur als günstigen Download über die Homepage des Labels geben. Für jede neue Veröffentlichung lädt Cape einen befreundeten Musiker ein, sieben Tage in seinem Haus in San Francisco zu leben. In dieser einen Woche schreiben und nehmen die beiden Künstler gemeinsam zehn Akustik-Songs auf, die gänzlich anders klingen als es das Fan-Ohr vom jeweiligen Musiker gewöhnt ist. Dabei kommen jeweils zehn Singer/Songwriter-Songs. Die beiden ersten Künstler auf One Week Records sind Chris Cresswell und Brian Wahlstrom.

Chris Cresswell dürften die Meisten als Sänger der Flatliners kennen. Auf seinem Solo-Debüt klingt Cresswell zurückhaltender, melancholischer als am Mikro seiner Hauptband. Aber wirklich vom Hocker haut mich keins der zehn Lieder. Zu gleichförmig, zu wenig abwechslungsreich und zu wenig eigen klingen die Songs, als das hier mehr als ein “ganz nett” in Erinnerung bleiben würde. Es gibt mittlerweile einfach so viele talentierte Singer-/Songwriter, die einfach besser sind als Chris Cresswell auf diesem Album. Vielleicht hätten die Songs etwas mehr Zeit gebraucht, vielleicht auch ein paar Kanten mehr – dann hätte mich das überzeugt. So leider nicht.

Brian Wahlstrom hat mit Joey Cape bereits in dem Bandprojekt Scorpios (an der Seite des verstorbenen Tony Sly) gespielt. Seine Woche im One Week Records Haus widmet Wahlstrom daher einer anderen Herangehensweise. Seine Piano-Balladen erinnern mich streckenweise an Ben Fold, teilweise auch an Billy Bragg. Auch Billy Joel kann man heraushören. Die zehn Songs, die Wahlstrom hier abliefert, sind dann auch deutlich poppiger als Chris Cresswells Songs. Mehr Folk-Pop statt Folkpunk. Trotzdem gefällt mir das Album von Wahlstrom besser. Es hat mehr Tiefe und die Handschrift Wahlstroms ist hörbar. Sicher kein Album für die lauten und hektischen Momente, aber zum Abschalten ideal.

Beide Alben können für jeweils 5$ auf der Website des Labels heruntergeladen werden

Written by Falk Fatal

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