DRUNK MOTORCYCLE BOY – s/t LP

dmcbSchon ein Weilchen draußen, komme ich leider erst jetzt dazu, euch die Debüt-LP von Drunk Motorcycle Boy vorzustellen. Ein tolles Album ist das geworden, das Freunden von Wipers und Hüsker Dü sehr gefallen dürfte.

 

Was macht man, wenn die alte Band Geschichte ist? Sich hoffentlich nicht betrunken aufs Motorrad setzen, aber eine neue Band gründen, die betrunkener Motorradjunge heißt, könnte man schon. Vielleicht haben sich Tobi und Matti so etwas in der Art gedacht, als sich abzeichnete, das ihre alte Band Balboa Burnout sich auflösen wird. Wie auch immer, kurz nach dem Ende von Balboa Burnout legen Drunk Motorcycle Boy schon ihre Debüt-Mini-LP vor. Mit an Bord sind neben Tobi und Matti noch K. und H. Earnest und fertig ist die Laube. Und die macht einiges her. Zu hören gibt es, ich nenne es mal, Erwachsenen-Punkrock. Die Vorbilder und Einflüsse liegen im Emocore und Punkrock der späten 1980er, frühen 1990er Jahre. Ein bisschen Hüsker Dü hier, ein kleiner Wipers-Einschlag da. Die Namen Samian und Jawbreaker haben die vier Nordlichter sicher auch nicht gestern zum ersten Mal gehört. Die Songs sind treibend, melodisch, geschickt changierend zwischen kurzer Euphorie und leichter Melancholie. Hört euch “change” an, den zweiten Song auf der Platte, und ihr wisst hoffentlich was ich meine. Auch sehr geil ist “Losing & Missing”. Etwas aus dem Raster fällt der letzte Song, “Little King”, eine unpeinliche Ballade über das Sich-Treiben-Lassen.

Textlich eher persönlich gehalten, gefällt mir die Platte ziemlich gut. Der größte Unterschied zu Balboa Burnout und El Mariachi, wo Tobi auch den Gesangspart innehatte, ist vielleicht die englische Sprache, in der gesungen wird und das der HC-Einschlag deutlich geringer ist.

Mit ihrer Mini-LP legen Drunk Motorcycle Boy auf jeden Fall ein gelungenes Debüt vor. Ich hoffe, da folgt bald noch mehr. Auf jeden Fall eine Band, die man im Auge behalten sollte!

„s/t“ ist bei der Band erhältlich

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Written by Falk Fatal

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