SWINGIN’ UTTERS – Fistful of Hollow LP/CD/ NOFX – Backstage Passport CD

swinginnofxREVIEWS Zwei der bekanntesten und beliebtesten Punkbands der Welt haben kurz vor dem Jahreswechsel noch jeweils ein neues Album veröffentlicht. Doch taugen die was? Die Antwort erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

SWINGIN’ UTTERS – Fistful of Hollow LP/CD

Die Swingin’ Utters sind ein Phänomen. Seit mehr als 25 Jahren Jahren ist die Band aus der San Francisco Bay Area schon aktiv und hat in dieser Zeit keine schlechte Platte veröffentlicht. Und das sind – “Fistful of Hollow” mit eingerechnet – bisher 12 gewesen. Womit wir auch schon bei dem aktuellen Machwerk der Kalifornierer wären. “Fistful of Hollow” heißt das neue Album, das Ende des vergangenen Jahres erschienen ist. Und das ist ganz große Klasse!

Die Songs sind abwechlungsreich, packend und machen einfach Spaß. Sei es der Ramonesige “I’m not coming home”, die Pubrockschunkelnummer “Napalm South” oder das großartige “Tell them told you so”. Wie kaum eine andere Band verstehen es die Swingin’ Utters klassiche Punkrocksongs mit Folkelementen zu spielen. Das gelingt ihnen auch auf “Fistful of Hollow” wieder großartig. Unter den 15 Songs ist nicht ein Ausfall zu verzeichnen, dafür aber eine Menge großartiger Punkrocksongs. Absolute Kaufempfehlung!

NOFX – Backstage Passport CD

Ich war ja nie ein glühender NOFX-Fan. Im Gegenteil, ich fand die immer, bis auf einige Ausnahmen, eher langweilig. Melodycore ist halt noch nie mein Fall gewesen. Dennoch fand ich zum Beispiel Fat Mikes Engagement für Punkvoter.com eine gute Sache. Wäre George W. Bush damals nicht zum US-Präsident wiedergewählt worden, die Welt wäre jetzt vielleicht weniger verkorkst. Vor einigen Monaten sah ich NOFX dann nach einigen jahren mal wieder live und war ziemlich enttäuscht. Die waren einfach schlecht, vielleicht hatten sie auch einfach keinen Bock und die Ansagen von Fat Mike waren einfach superdämlich. Kein Vergleich zu Jello Biafras and the Guantanamo School of Medicine, die vorher auftraten, und NOFX gnadenlos an die Wand spielten. Neulich geisterte dann ein Video durchs Netz, in dem man sieht wie Fat Mike einen Fan niederschlägt und diesem dann noch am Boden liegend in die Fresse tritt. Für mich eine absoult armselige Aktion, selbst wenn die Band das Konzert über mit Bechern beworfen wurde und Fat Mike sagte, dass er Nackenschmerzen hat. Wer am Boden liegt, den tritt man nicht – vor allem wenn es ein Fan ist. Auch die Entschuldigungsgeste, bei der Fan Fat Mike dann ohne Schuhe einmal gegen das Schienbein treten durfte, fand ich peinlich. Und es soll mit jetzt keiner kommen, dass es früher immer Gewalt auf Punkkonzerte gab. Das mag stimmen, aber Ende der 1970er, Anfang der 1980er waren Punkshows noch keine Rockkonzerte, die vor mehreren tausend Zuschauern stattfinden.

So, ich weiß, ziemlich viel Nörgelei um Dinge, die mit dem neuen Album von NOFX nichts zu tun haben. Passend dazu gibt es auf der Platte einen Song namens “Insulted By Germans (Again)”, der wahrscheinlich für genauso Typen wie mich geschrieben wurde.

Das Album an sich ist eine Zusammenstellung von Songs, die NOFX für ihre Dokusoap “Passport Backstage” auf Fuze.TV aufgenommen haben und für die sie in Länder gereist sind, in denen sie vorher nie gespielt haben. Das Album enthält 15 Songs, einige davon bisher unveröffentlicht, andere in neuen Versionen. Was soll ich sagen, “Insulted By Germans (Again)” ist witzig, den Song “No Fun In Fundamentalism” finde ich passend zur aktuellen Weltlage und der Rest ist halt ein typisches NOFX-Album. Die Fans werden es lieben, wer die Band bisher noch nicht kannte (gibt es das überhaupt?), sei dagegen die “Punk in Drublic” als Einstieg in den NOFX-Kosmos empfohlen.

“Fistful of Hollow” und “Backstage Passport”  sind bei Fat Wreck Chords erschienen

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Written by Falk Fatal

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