APOSTROPHE – Infinity Times Zero CD/Tape

„Infinity Zero“, das zweite Album von Apostrophe, bewegt sich zwischen Postpunk und Indierock. Restlos überzeugen kann es leider nicht.

Die Vielschichtigkeit beginnt schon beim Namen: Apostrope. Ist damit das das englische Wort für Apostroph, dem Auslassungszeichen in der deutschen Grammatik gemeint? Oder das rhetorische Stillmittel, mit dem der Autor oder die Autorin die Sprechsituation ändert und den Gesprächspartner in die Position des unbeteiligten Zuhörers versetzt?

Ich tendiere ja zu letzterem, aber auch die erste Interpretation würde in meinen Ohren Sinn machen. Egal, entscheidet selbst. Apostrophe jedenfalls kommen aus Berlin und “Infinity Zero” ist ihr zweites Album. Das enthält sieben Songs und ist rund 27 Minuten lang. Ursprünglich waren die Aufnahmen wohl nur dazu gedacht, um Ideen festzuhalten. Doch nach und nach transformierten sich die Skizzen zum vorliegenden Album. Das pendelt zwischen Postpunk und Indierock und bewegt sich dabei geschickt irgendwo zwischen Wipers, Joy Divison, Lemonheads, Pixies und The Cure. Das klingt ambitioniert und ist handwerklich gut gemacht. Die Songs sind vielschichtig und kunstvoll arrangiert – weit weg vom 08/15-Songwriting.


Das sind eigentlich gute Voraussetzungen, um mir zu gefallen. Ich habe auch nichts dagegen, wenn Lieder mal etwas vertrackter sind und die üblichen Pfade verlassen. Mit “Infinity Zero” werde ich trotzdem nicht wirklich warm. Das Album ist sicher nicht schlecht und klingt gefällig, doch die einzelnen Songs sind nicht zwingend genug. Mir fehlt etwas Greifbares, etwas was hängen bleibt – sei es ein mitreißender Refrain, eine markante Gesangsstimme oder wenigstens treibende Rhythmen, die mich irgendwo irgendwie packen. Aber davon finde ich leider nichts auf “Infinty Zero”. Was schade ist, da die Band bestimmt mehr kann, als sie hier gezeigt hat.

“Infinity Zero” kann im Shop der Band bestellt werden

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Written by Falk Fatal

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