Discharge – End Of Days

Als letzten November bekannt wurde, dass die englische HC-Punk-Legende Discharge künftig über Nuclear Blast veröffentlichen wird, da wunderte mich das wenig. Denn etwas länger als ein Jahr davor hatte ich das Vergnügen mit dem Labelboss zu telefonieren. In dem sympathischen Gespräch stellte sich heraus, dass er sich sowohl in der härteren alten Punkrockschiene ebenso gut auskennt wie in der aktuellen. Zudem findet man beispielsweise Agnostic Front auch schon etwas länger im Labelroster, Überraschungen sehen also anders aus.

Das Cover des neuen Discharge-Album fordert nicht dazu auf neuen Mut zu fassen

Das Cover des neuen Discharge-Album fordert nicht dazu auf neuen Mut zu fassen

Discharges neues Album

Die letzte Aussage lässt sich so auch auf das neue Album 1:1 übertragen. Ob das nun schlecht oder gut ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich brauchte etwas, um mich dafür zu entscheiden. Die ersten beiden Durchläufe langweilten mich doch schon arg, weil das Album wenig Spitzen hat. Aber mit der Zeit wuchs die Begeisterung, die ich für End Of Days vertreten kann. Der metallisch geprägte HC-Punk-Sound brettert einfach von Anfang bis Ende durch, ohne Ermüdungserscheinungen aufzuweisen. So wie man es sich von den D-Beat-Gründern halt wünscht und nicht zuletzt auch erwartet. Ein unbedingter Pluspunkt ist der neue Sänger JJ, der wohl vor allem auf der Bühne die Band zu alter Form auflaufen lässt. Doch ich meine das spürt man auch schon bei den neuen 15 Liedern.

Die etwas in die Jahre gekommene Truppe dreht wieder richtig auf

Die etwas in die Jahre gekommene Truppe dreht wieder richtig auf

Gute Band-Label-Kombi

So bin ich gespannt was demnächst mit den Engländern passieren wird. Denn ein Deal mit einem der größten Indielabels weltweit, wird sicher auch andere Türe öffnen. Ich würde es dieser seit 1977 bestehenden Band auf jeden Fall gönnen, wenn sie die Möglichkeit bekommen würde ihre Meinungen einer größeren Zuhörerschaft anbieten zu können. Denn auch fast vier Jahrzehnte nach ihrer Gründung werden sie nicht müde Kulturpessimismus pur zu predigen.

Der Clip zum EP-Titelsong New World Order mit eigener Ästhethik:

https://www.youtube.com/watch?v=BlGTzVUmEhE

Der Klassiker in voller Länge bei YouTube:

Hear Nothing See Nothing Say Nothing

Infopoint:

Facebook

 

Wie bewertest Du die Platte?
[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]

Written by Bocky

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: