Neun Jahre Alte Hackerei – Ein Gedächtnisprotokoll

Oberschickes Jubiläums-Plakat

Oberschickes Jubiläums-Plakat

Als ich die Alte Hackerei vor rund neun Jahren das erste Mal betrat, musste man noch durch die Band hindurch über die Bühne steigen, wenn man auf die Toilette musste. Damals ahnte noch niemand wie sich die Livekneipe entwickeln wird. Heute ist es ein weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Club, mit Flair und Atmosphäre, der sowohl für Qualität auf der Bühne als auch Herzlichkeit hinter der Theke steht. Allen voran aufgrund des Betreibers Plüschi, eines ehemaligen Hausbesetzers, dem man anmerkt, dass auch in den Venen seinen Betriebes Punk fließt und nicht nur in seinen Adern. Um sein Jubiläum entsprechend zu feiern, buchte er eine der besten Livebands derzeit: The Baboon Show.

Grrr, leider gibt's keine Livebilder von den guten Nasty Rumours

Grrr, leider gibt’s keine Livebilder von den guten Nasty Rumours

Nasty Rumours – Lecker Schweizer ’77-Punk

Doch bevor die Schweden das Bühenparkett auf seine Tauglichkeit prüft, tauchen dort Nasty Rumours auf. Das ist ein ziemlich geiles ’77-Punk-Outfit, welches sicher nicht nur von mir mit The Briefs verglichen wird und diesem Vergleich vor allem gerecht wird. Zu Beginn des Sets interessiert das noch nicht wirklich viele Anwesende, da sich gegen halb zehn noch ein Großteil davon im hinteren Biergarten befindet und die lauen Temperaturen genießen. Doch nach und nach scheint sich herumzusprechen, dass die erste Band spielt und die ziemlich gut ist. Bis zum Ende des Auftritts geht die Band aus Bern gut nach vorne und Sänger Juli dabei auch gerne mal in das Publikum. Nasty Rumours sind ein wirklich feiner Opener für die von allen Seiten sehnlichst erwarteten The Baboon Show.

Die Livebombe Cecilia

Die Livebombe Cecilia

The Baboon Show – Alle Wünsche erfüllt

Doch bis die Band aus der Tür tritt, durch die man zum Beginn des Ladens zum Wasser lassen musste, dauert es eine Weile. Dafür weißt der Opener „Class War“ – ebenfalls der Opener des neuen Albums – gleich darauf hin, wo die Reise an dem Abend endet: Am Limit. Denn ohne groß Geplapper folgen unter anderem „Faster Faster Harder Harder“ oder „Me, Myself And I“. Schon nach vier bis fünf Songs ist die Alte Hackerei fast komplett am austicken und tanzen. Gewollt oder nicht spielt dabei eine Nebenrolle, denn entweder man bewegt sich selbst wie blöd oder man wird bewegt. Weil mittlerweile ist der Konzertraum so gut gepackt, dass irgendwie alles mitwogt. Von der Bühne aus, muss das ähnlich aussehen, weshalb Sängerin Cecilia bei „Dig On“ einmal quer durch die Meute crowdsurft, während Gitarrist Hakan den Gesangspart übernimmt. Etwas verwundert, doch nicht minder glücklich über den Auftritt, bin ich, als die Zugabe nach drei Liedern wie immer mit „Heidi“ endet. Zwar bin ich vorerst gut ausgepowert, trotzdem hätte der Auftritt, aufgrund der hohen Hitdichte bei den bislang sieben Alben, von mir aus ruhig noch mindestens ne halbe Stunde weitergehen können.

The Baboon show, eine Band zum Niederknien

The Baboon show, eine Band zum Niederknien

Anyways, die Show der Schweden war wieder deluxe und auch auf die Gefahr hin ich zu wiederholen, Chef Plüschi hat auf jeden Fall die richtige Wahl getroffen diese Band zu seinem Neunjährigen spielen zu lassen.

Matze und ich sind am Tag darauf ziemlich platt

Matze und ich sind am Tag darauf ziemlich platt

Hinterher folgten weitere vier Stunden Auflegerei, an der ich selbst beteiligt war, weshalb ich das nicht beurteilen möchte. Stattdessen bedanke ich mich bei den Nasty Rumours und Hakan sowie Niclas von The Baboon Show für das Mitfeiern, allen anderen wilden TänzerInnen natürlich auch wie ebenso den Coolen der Alten Hackerei – Tinka, Robin, Patti und die, die ich nicht namentlich kenne – und natürlich dem Cheffe himself für die Einladung.

Der Chef Plüschi himself in Action

Der Chef Plüschi himself in Action

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Written by Bocky

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