The Adolescents – Manifest Density

Druckfehler oder Absicht? Das Cover des neuen The Adolescents Cover

Manifest Density – Druckfehler oder Absicht? Das Cover des neuen The Adolescents Album

Äh, inwiefern der Titel des neue The-Adolescents-Album nun ein klassischer Druckfehler ist, oder volle Absicht, lässt sich nur vermuten. Zumindest ist der Ausdruck Manifest DESTINY geläufig und ließe sich wesentlich einfacher auf das Cover beziehen. Denn mit dem Begriff betitelte 1845 ein Journalist erstmals die vorherrschende Politik der Herren in Washington. Die rücksichtslose Ausdehnung des Landes bis zum Pazifik, bei der der größte Teil der indigenen Bevölkerung fast ausgerottet wurde, galt als offensichtliche Bestimmung – so die ungefähre Übersetzung. Auf das Cover bezogen könnte man interpretieren, dass die Erde ihr US-amerikanisches Fett abbekommen hat und die US-Army von nun an in den Weltraum strebt, um dort für allerlei Durcheinander zu sorgen.

Die Tour dieses Jahr ist vorbei. 2017 ist aber auch schon wieder bald

Die Euro-Tour dieses Jahr ist vorbei. 2017 steht aber auch quasi schon vor der Tür

Weniger Spielraum zu windigen Deutungen lassen die 13 neuen Songs der kultigen Hardcore-Punks aus Kalifornien. Wie in den drei Vorgänger-Alben seit 2011 dreht sich sehr viel um Politik und Kritik an der Gesellschaft. Sollte das hier und da anders sein, habe ich das nicht mitbekommen, weil mir die Texte nicht vorliegen. Schade eigentlich, aber so ist das heutzutage mit den digitalen Promos. Rein musikalisch bleibt man sich seinen Wurzeln in den frühen Achtzigern wie immer treu. Vertrauter melodischer Westküsten-Punkrock im heutigen Soundgewand. Bloß steckt den Songs in Manifest Density/Destiny mehr Rock inne wie man das von The Adolescents gewohnt ist. Im Vergleich der vier Scheiben seit 2011 ist der neue Longplayer derjenige, auf dem man am meisten Zeit hat. Eine gute Entwicklung wie ich finde. Denn schon beim Vorgänger La Vendetta … dachte ich mir, dass spätestens beim jetzigen Album musikalisch etwas geändert werden muss, sonst wird es zu eintönig und dadurch am Ende belanglos. Glücklicherweise ist das ja aber nicht passiert! So liefert die Band aus Fullerton/L.A. erneut ein hoch erfreuliches oldschooliges HC-Punk-Album ab.

Der Kulthit Amoeba 2014 in der Alten Hackerei in Karlsruhe

Infopoint:

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Manifest Density erscheint in verschiedenen Versionen bei Concrete Jungle Records.

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Written by Bocky

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