PAT TODD & THE RANKOUTSIDERS – BLOOD & TREASURE LP

Ex-Lazy Cowgirls Frontmann Pat Todd und seine Rankoutsiders veröffentlichen mit „Blood & Treasure“ ein vorzügliches Rock’n’Roll-Album. Jetzt muss die Band nur noch auf Deutschland-Tour kommen.

Hound Gawd! Records hat sich in Windeseile zu einem meiner Lieblingslabels entwickelt. Das Label hat eine klare Linie und setzt beim eigenen Output auf Qualität statt Quantität. So können schon einmal ein paar Monate zwischen den Veröffentlichungen des Labels liegen, aber dafür kann man bei Hound Gawd! Records blind zugreifen. Man erwischt immer eine gute bis sehr gute Schallplatte. So habe ich mir auch sehr gefreut, als vor einigen Wochen wieder einmal ein kleines Plattenpäckchen des in Duisburg beheimateten Lables bei mir eintrudelte. Der Inhalt: die neue LP von Pat Todd & the Rankoutsiders. Wem bei dem Namen Pat Todd die Ohren klingeln: Richtig, das ist der ehemalige Frontmann der Lazy Cowgirls. Und ganz grob führt der Gute bei den Rankoutsiders das fort, was er mit den Lazy Cowgirls angefangen hatte. Gut abgehangener Punk’n’Roll, der gerne mal ins Country herausreitet, um dort dem Blues zu frönen. Ein bisschen erinnern mich The Rankoutsiders mit dieser Mischung und der Lässigkeit, mit der das dargeboten wird, an Eddie Spaghetti und die Supersuckers, allerdings ohne den Schweinerock-Einfluss, der sich bei den Supersuckers manchmal störend bemerkbar macht.

“Blood & Treasure” enthält zwölf Lieder, die fast die komplette Bandbreite des Rock’n’Rolls abbilden. Was bei anderen Bands nach Beliebigkeit klingt, zeigt hier einfach: Pat Todd, Nick Alexander, Kevin Keller, Rick Johnson und Bob Deagle haben ihre Hausaufgaben. Mühelos variieren sie die Stile, ziehen mal das Tempo an, nehmen es wieder raus, switchen vom Rock’n’Roll zum Blues, weiter zum Punkrock umd schließlich bei einer Countryballade zu landen. Die große Kunst besteht darin, sich die Eigenständigkeit zu bewahren. Und das gelingt Pat Todd & The Rankoutsiders auf “Blood & Treasure” vorzüglich. Ob das jetzt der gemütlich dahin galoppierende Countryrocker “My own Way”, der stürmische Auftakt “This Counterfeit World”, der Bluesrocker “Sugar Coated Love”, der lässige Punk’n’Roller “Don’t be sellin’ Emptiness to me”, das sich langsam ins Dunkel kriechende “Ole Fortune and Fame” oder der hymnische Rausschmeißer “Some Days you eat the Bear” ist: stilistisch mögen sich die Songs unterscheiden, die Qualität dagegen stimmt.

“Blood & Treasure” ist mittlerweile das vierte Album von Pat Todd & the Rankoutsiders und es ist wirklich mehr als gelungen. Ich hoffe die Band kommt bald mal Deutschland auf Tour.

“Blood & Treasure” ist bei Hound Gawd! Records erschienen

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Written by Falk Fatal

1 Comment

QUICK'N'DIRTY: Pat Todd & The Rankoutsiders, Lynx Lynx, The Real McKenzies, The Darts - Polytox

[…] Vor knapp einem Jahr äußerte ich mich sehr begeistert über “Blood & Treasure”, dem vierten Album von Ex-Lazy Cowgirls Frontmann Pat Todd & the Rankoutsiders, was ich euch hiermit nochmals ans Herz legen möchte. Einige Zeit später (wieder)veröffentlichte das großartige Label Hound Gawd Records zudem noch das Debüt-Album von Pat Todd & the Rank Outsiders, “The Outsikrits of your heart” erstmals auf Vinyl. Das erschien vor rund zehn Jahren und seitdem nichts an Qualität und frische eingebüst. Das Doppel-Album lässt sich grob in zwei Richtungen unterscheiden. Auf der ersten LP gibt es wunderbaren Punk’n’Roll oder auch Cowpunk zu hören. Hier zeigt Pat Todd, aber auch seine Mitmusikanten, was sie drauf haben und wie vielfältig Rock’n’Roll sein. Mal werden Songs mit etwas mehr Punkeinfluss gespielt, mal ist der Country deutlich herauszuhören oder der Blues. Den Songs eigen ist zudem eine leichte melancholie, die mich an manchen Stellen an die nicht minder tollen Hudson Falcons erinnert. Die zweite LP dagegen stellt dann Pat Todd in den Vordergrund, da es hier fast nur Akustik-Lieder von ihm zu hören ist und zwangsläufig etwas ruhiger zugeht. Auch diese Seite des ex-Lazy Cowgirls-Frontmann gefällt mir gut, sodass mir als Fazit nur ein fettes Danke für diese tolle Wiederveröffentlichung, die auch in Sachen Aufmachung punkten kann, bleibt. […]

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