QUICK & DIRTY: True Love, Schmutzki, Statues on Fire, Like a Motorcycle

Neue Alben von True Love, Schmutzki, Statues on Fire und Like a Motorcycle im Trashrock-Schnell-Check.

TRUE LOVE – Heaven’s too good for us CD

True Love sind eine Straight-Edge-Hardcoreband aus Detroit. Musikalisch ist die ehemalige Motorcity ja eher für Pre-Punk sowie als Geburtsort des Technos bekannt. Aber zurück zu True Love. Die ballern Dir auf ihrem Debütalbum “Heaven’s too good for us” in 17 Minuten 13 Songs um die Ohren. Das Tempo ist meist flott, Midtemposongs wie “Kill for that” und “Stay true” sind die Ausnahme, gefallen mir hier aber am besten. “Heaven’s too good for us” ist sicher ein okayes Debüt und wer Old-School-Hardcore mag, wird an True Love sicher gefallen finden. Meinen persönlichen Geschmack treffen die fünf Jungs leider nicht so ganz.

“Heaven’s too good for us” ist bei Bridge Nine Records erschienen

SCHMUTZKI – Spackos forever CD

Das erste Mal sind mir Schmutzki bei Circus Halligalli als Schrankband aufgefallen. Die bald darauffolgende Wizo-Tour bestritten sie als Support und jetzt kommen sie mit ihrem Debütalbum daher. Das kletterte sogar bis auf Platz 27 der deutschen Charts. Man muss also nicht die reine Punklehre vertreten, um  zu konstantieren, das Schmutzki eher mainstreamkompatiblen Punk spielen. Melodiös, eingängig, nicht zu hart oder zu anstrengend, sondern bis auf kleine Ecken und Kanten meist gefällig. Ein bisschen Ärzte, ein bisschen Toten Hosen, ein bisschen Melodycore und fertige ist die Laube. Aber: das hört sich jetzt schlimmer an als es ist. Denn ich muss sagen, streckenweisen macht das Album echt Spaß. Die Jungs haben einen guten Humor und teilen mit dem “Sauflied” einen guten Seitenhieb an die Toten Hosen aus. “Mit Punkrock verdient man kein Geld, aber mit einem Sauflied kommt man ins Festzelt”. Recht haben sie. Ich will nicht wissen, in wie vielen Wiesn’-Festzelten kürzlich “An Tagen wie diesen” oder andere Partykracher der Hosen liefen. Also lasst euch nicht vom Charterfolg abschrecken. Wer Punkrock gerne mal melodischer hört und nicht ganz Spaßbefreit ist, könnte mit Schmutzki viel Freude haben.

“Spackos forever” ist bei Four Music erschienen

STATUES ON FIRE – No Tomorrow LP

Das Debüt-Album von Statues on Fire fand ich gelinde gesagt, ziemlich schrecklich. Melodycore traf auf Metal, pfui bäh. Entsprechend niedrig waren meine Erwartungen an das neue Album der Brasilianer. Aber wie das so ist, wenn die Erwartungen gering sind, ist plötzlich Raum für positive Überraschungen. So auch hier. Auf “No Tomorrow” haben Statues on Fire den Metalanteil deutlich heruntergeschraubt. Melodie und Härte ergänzen sich gut und so ist dabei ein ordentliches Melodycore-Album herausgekommen, das dem Vergleich mit den Größen aus den USA locker standhalten kann.

“No Tomorrow” ist bei Rookie Records erschienen

LIKE A MOTORCYCLE – High Hopes LP/CD

Like a Motorcycle sind eine vierköpfige Frauenband aus Halifax, die sich voll und ganz dem Grungesound der 90er Jahre verschrieben hat. Wem dabei sofort L7 oder Garbage in den Sinn kommen, liegt damit nicht so falsch. Noch ein bisschen Pop dazu gemischt und fertig ist der wuchtige und doch eingängige Sound der Kanadierinnen. Das läuft ganz gut rein, auch wenn der Wow-Effekt irgendwo auf der Strecke bleibt. Die zehn Songs laufen ohne großen Höhe- oder Tiefpunkte durch, ohne groß hängenzubleiben. Für ein Debüt-Album ganz nett, mehr dann aber auch nicht.

“High Hopes” ist bei Rookie Records erschienen

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Written by Falk Fatal

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