THE VAGOOS – s/t LP

Ein bisschen verrückt, ein bisschen psychedelisch, aber immer klasse: The Vagoos liefern mit ihrem Debütalbum einen wilden Ritt durch die 60er Jahre hin.vagoos

Allein das Cover ist schon den Kauf wert: Selten so alberne Kostüme gesehen. Aber das ist schon geschickt gemacht, denn es führt rein musikalisch auf eine falsche Fährte. Zumindest ich hätte nach dem Blick auf das Cover nicht damit gerechnet, welch 60s-Garagepunk-Brett mich hier erwartet. Denn das ist das Debüt-Album der Vagoos aus Rosenheim: Ein wilder Ritt durch die 60s. Der ist mal leicht psychedelisch wie beim Opener “the Devil & me”, mal wild punkig wie bei deaf boy und dann ruhig und kaputt, wie bei swept away. Und beim “Abu Dhabi Blues” klingt das nach einer großen Hasch-Party mit Wasserpfeife. Wer auf die wilde Seite der 60s steht, wird hier voll auf seine Kosten kommen!

Die Gitarren sind mal mit viel Twang gespielt, mit “Lost in the Dunes” hat sich auch ein lupenreiner Surfsong auf dem Album versteckt. Ach, ich sehe gerade, die haben auch mit meinem Nachbarn von den Razorblades zusammengespielt. Das passt!

Dazu gibt es auch mal bluesige Captain Beefheart-Klänge und der Beat ist dem Quartett auch nicht fremd. Überhaupt begeistert mich die Vielfältigkeit der Vagoos. Kein Song gleicht dem andern und trotzdem klingt hier nichts beliebig. The Vagoos seien ein screaming Fuzz-Monster heißt es im Infoblatt und das trifft es auf den Punkt. The Vagoos bewegen sich irgendwo zwischen den Black Lips, Captain Beefheart, den Sonics und Velvet Underground.

Ein weiteres klasse Release von Off Label Records, die sich langsam zu einem meiner Lieblingslabels mausern. Schon die vierte Platte von denen, die ich in letzter Zeit zu hören bekam, und die mich, wie die drei davor, schwer begeistert.

“s/t” ist bei Off Label Records erschienen

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Written by Falk Fatal

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